In meinem ersten Aktienreview auf diesem Blog darf ich euch einen deutschen Nebenwert vorstellen: die Deutsche Rohstoff AG (ISIN: DE000A0XYG76).

Mir ist das Unternehmen aufgefallen, nachdem ich aufgrund von schwächelnden Ölpreisen nach Ölunternehmen gesucht habe, in die man investieren könnte. Nun, fast alle sind aus meinen Betrachtungen rausgeflogen. Nur nicht die DRAG und die möchte ich heute vorstellen.

Tatsächlich besitze ich Aktien der DRAG schon seit Anfang November, nachdem ich sie eine Weile beobachtet und analysiert habe. Da der Blog erst vor kurzem online gegangen ist, kann ich meine Empfehlung erst jetzt aussprechen.

Die DRAG hat ihren Schwerpunkt in der Erschließung von Öl- und Gasanlagen in den USA, allerdings werden auch Gold, Kupfer, seltene Erden, Wolfram und Zinn aus Europa, Asien und Australien gefördert. Obwohl letztere Rohstoffe nur einen kleineren Bruchteil der Förderungen der DRAG ausmachen, können wir von einem wahrlich vielschichtigen Portfolio sprechen.

Ressourcenübersicht der Deutschen Rohstoff AG

Die DRAG beschränkt sich in ihrer Tätigkeit auf Länder, die über ein stabiles, politisches und rechtliches System verfügen. Als Muttergesellschaft steuert sie den Konzern, bringt neue Projekte auf den Weg und gründet neue Gesellschaften. Das operative Geschäft wird hingegen von erfahrenen Ingenieuren mit langjährigerer Branchenerfahrung in den Tochtergesellschaften geleitet.

Im Folgenden gehe ich nur auf die größeren Beteiligungen der DRAG ein.

Öl und Gas

Nachdem die DRAG 2011 die Firma Tekton Energy mitbegründet hatte, um sich an den positiven Entwicklungen des Öl- und Gasmarkts in USA zu beteiligen, konnten sie hervorragende Ergebnisse erzielen. Am Ende wurde ein gutes Übernahmeangebot in Höhe von 200 Mio. Euro gemacht. Es kam zum Verkauf von Tekton Energy.

Eine Erfolgsstory seinesgleichen, der sich auch an dem Kurs bemerkbar machte. Der Kurs stieg auf einen Höchstwert, den die DRAG erst jetzt wieder erreichen konnte. Inzwischen hat die DRAG weitere Gesellschaften gegründet, die ähnlich wie Tekton Energy antizyklisch akquiriert wurden und steigende Preise im Öl- und Gasmarkt ausnutzen sollen.

Cub Creek Energy

Cub Creek Energy wurde 2014 von der DRAG als Tochterunternehmen mit Sitz in Colorado gegründet. Wenn man sich das Management anschaut, so erkennt man jahrzehntelange Ingenieurserfahrung bei der Planung und Durchführung von Bohrarbeiten und der geowissenschaftlichen Evaluation von Flächen.

Wie bei Tekton Energy zuvor, ist es auch bei Cub Creek gelungen bei fallenden Ölpreisen situationsbedingt zu agieren. Cub Creek konnte anstelle einer hohen, anfänglichen Einmalzahlung an den Eigentümer der Förderrechte, eine Vereinbarung treffen, bei der ein Anteil am Umsatz nach erfolgreicher Förderung abgegeben wird. Auf diese Weise konnten finanzielle Risiken gesenkt und teure Kapitalbindungen vermieden werden.

Hinzu kommt, dass die Verträge derart ausgestaltet wurden, dass der Bohrbeginn variabel nach dem Ölpreis ausgerichtet war und Risiken so weiter reduziert wurden. Das ist ein sehr wichtiger Punkt: Auf diese Weise ist es möglich den steigenden Ölpreis voll auszunutzen und maximale Gewinne mitzunehmen.

Tatsächlich haben sich die Öl- und Gas-Reserven seit Dezember 2015 um 84% erhöht. Wie aus den neuesten Ad-hoc Meldungen hervorgeht, werden während ich diesen Artikel schreibe insgesamt 12 weitere Bohrungen mit der Produktion anfangen. Drei weitere Bohrplätze haben kürzlich mit der Produktion begonnen (1x Vail und 2x Markham Bohrplatz).

Cub Creek Energy (DRAG Anteil: 79,93 %)

Bei nun steigenden Ölpreisen hätten die Manager von Cub Creek kein besseres Timing und Verhandlungsgeschick bei den Verträgen beweisen können. Hier zeigt sich auch die gute Ausgestaltung der Verträge.

Es war zu dieser Zeit hingegen nicht abzusehen, dass es zu einer positiven OPEC-Entscheidung kommen würde.

Elster Oil + Gas

Elster Oil + Gas ist wie Cub Creek Energy auf Flächen in Colorado spezialisiert und ging ebenfalls aus Tekton Energy hervor. Das Management ist dasselbe wie von Cub Creek. Während Cub Creek selber Bohrungen durchführt und Produktionen startet, beteiligt sich Elster Oil + Gas an Bohrungen von Partnern. Seit September 2015 sind die Bohrungen hier bereits in der Produktion und führen zu Gewinnen, trotz niedriger Preise für Öl.

Obwohl sich bei den Reserven nicht viel getan hat, bedeutet diese Profitabilität nur Gutes für die Zukunft. Erst recht nach dem OPEC-Deal.

Elster Oil + Gas (DRAG Anteil 93,04 %)

Salt Creek Oil and Gas

Salt Creek Oil & Gas wurde im Mai 2015 von ehemaligen Tekton Energy Managern und dem aktuellen CEO Tim Sulser gegründet. Sulser war vor seiner Salt Creek Zeit Investmentbanker und beriet Kunden in Fragen zum Energie- und Kapitalmarkt, hat aber ursprünglich Petroleum Engineering studiert und kann daher als Mann vom Fach angesehen werden.

Salt Creek steht für den Aufbau eines Ölunternehmens außerhalb des Wattenbergfeldes Colorado. Dabei soll Salt Creek eine Mischung aus Cub Creek und Elster Oil + Gas sein: Es geht um Beteiligungen sowie eigene Bohrungen und Produktion.

Erste Akquisitionen wurden erfolgreich getätigt und man erwartet hier in 2017 und 2018 Gewinne. Pünktlich zu steigenden Ölpreisen…

Salt Creek Oil and Gas (DRAG Anteil  60%)

Metalle

Almonty Industries

Almonty Industries ist die wichtigste Nicht-Öl-Beteiligung der DRAG. Die DRAG ist dabei der zweitgrößte Aktionär mit einer 12,58 % Beteiligung. Almonty besitzt drei Bergwerke (Los Santos in Spanien, Panasqueira in Portugal und Wolfram Camp in Australien).

Gerade Panasqueira in Portugal wurde erst 2016 erworben und wird für weiteren Wachstum sorgen. Das Bergwerk in Los Santos ist das bedeutendste operative Bergwerk von Almonty und wird noch mindestens die nächsten beiden Jahre in Produktion bleiben können.

Seit 2016 kann man außerdem die Sangdong Mine in Südkorea zu den Assets zählen, welches laut dem letzten DRAG Quartalsbericht die größte Wolframlagerstätte außerhalb von China darstellt.  Derzeit scheint dieses Projekt aber noch im Aufbau und der Entwicklung zu stecken, siehe dazu hier.

Leider sind die Preise für Wolfram über die Jahre immer weiter gefallen, wie man in der folgenden Grafik erkennen kann.

Daher hat Almonty, wie im letzten Quartalsbericht beschrieben, Verluste gemacht. Almonty setzt aber trotzdem auf Expansion und möchte bis 2019 40% des nicht-chinesischen Wolframaufkommens abbauen.

China ist im Bereich Wolfram mit großem Abstand führend und Almonty möchte langfristig der zweitwichtigste Wolfram-Produzent der Welt werden. Das ist ziemlich ehrgeizig, zumal Almonty derzeit nur einen Marktanteil von 6,7 % des nicht-chinesischen Wolframaufkommens abbaut.

Almonty Industries (DRAG Anteil  14,02%)

Ich bin zwar alles andere als ein Wolfram-Experte, allerdings sehe ich nicht den starken Druck bei Wolfram, wie es z.B. bei Öl der Fall war. Venezuela ging fast bankrott, weil der Ölpreis zu niedrig war. Es herrschte ein unglaublicher Leidensdruck. Anderen Ölförderländer ging es genauso und früher oder später musste es daher eine Lösung für die niedrigen Ölpreise geben.

Eines der weitläufig bekannten Einsatzgebiet von Wolfram sind in Glühdrähten für Glühbirnen und da wird es bekanntlich aufgrund von Einsparung der Kohlendioxid-Emissionen langfristig eher einen Rückgang geben. Allerdings macht das bei der Verwendung von Wolfram einen sehr kleinen Teil aus.

Tatsächlich ist Wolfram aufgrund seiner physikalischen Beschaffenheit ein kostbarer Rohstoff, der sich vor allem auch als Legierung eignet. Wie man anhand der folgenden Grafik entnehmen kann, spielt Wolfram daher zu großem Teil im Bereich der Hartmetalle eine Rolle.

Grafik von ITIA

Viele Leute, die sich mit Wolfram besser auskennen als ich, rechnen mit einem Wiederaufleben der Wolfram-Industrie. Vermutlich deswegen hat auch Warren Buffett schon 2012 mit Wolfram eine Langfristanlage gefunden.

Ich bin daher sehr gespannt, wie sich Almonty entwickeln wird, sehe das Investment der DRAG hier aber definitiv langfristig und wir sollten von Almonty in 2017 keine großartigen Gewinnüberraschungen erwarten.

Hammer Metals

Mit einem Anteil von 17,84 % ist die DRAG der größte Aktionär bei Hammer Metals. Hammer besitzt viele Flächen in der Region um Mount Isa Australien. Die Strategie von Hammer ist es, so genannte „Iron-Oxide-Copper-Gold-Lagerstätte“ ausfindig zu machen. Unter anderem wurden hier erhöhte Kobalt-Reserven festgestellt. Kobalt ist von essentieller Bedeutung für Li-Ionen-Akkus.

Das Management von Hammer besteht eigentlich aus Vollblutgeologen, so hat Russell Davis als Vorstandschef mit über 30 Jahren Mining-Erfahrung eine Menge vorzuweisen. Der CEO Alexander Hewlett hat einen Bachelor in Geologie und ist relativ schnell (nur ein Zwischenstopp) in das Management von Hammer gelangt. Nebenbei berät er außerdem einen New Yorker Hedge Fond. Es gibt wahrlich nicht viele Infos über den Herren, jedenfalls lässt mich seine öffentliche Vita nicht in Jubelschreie verfallen.

Im August 2016 ist außerdem das Resource Capital Fund mit eingestiegen bei Hammer. Positiv zu bewerten ist die langfristige Zusammenarbeit mit Newmont Mining.

Leider sind Hammers Aktien seit IPO um 70% gefallen. Viele Analysten sehen Hammer als absolutes Risikoinvestment, allerdings macht Hammer Metals nur einen geringen Anteil der DRAG Beteiligungen aus.

Hammer Metals (DRAG Anteil  15,50%)

Kennzahlen

Als Kennzahlen nehme ich die Daten vom letzten Jahresabschluss für 2015, da der Bericht für 2016 noch nicht verfügbar ist.

Das Unternehmen hat im letzten Jahr eine Eigenkapitalrendite (EKR) von 1.86%, was schon eine ziemliche Katastrophe ist. Normalerweise schaue ich bei derartigen Aktien sofort weg (die Eigenkapitalrendite ist mit die wichtigste Kennzahl), aber die anderen Zahlen haben meine Aufmerksamkeit bekommen. Wie sich bei einer späteren Analyse herausstellte, lag der Grund für einen derart niedrigen Wert an temporären Gegebenheiten. Die Zahl enttäuscht trotzdem, zumal die vorigen Werte auch stark schwankten (2015: 1.86%, 2014: 38.88%, 2013: -17.07% (!!!), 2012: 5.95%). Für viele Value-Anleger würde diese Aktie also direkt rausfliegen. Aber schauen wir auf andere Kennzahlen.

Die Eigenkapitalquote (EKQ) betrug 50%, was ein sehr guter Wert war. Der Wert schwankte auch über die Jahre (50.27%, 48.10%, 36.95%, 84.56%), lag aber in jedem Jahr in einem sehr guten und exzellenten Bereich.

Die EBIT-Marge betrug 126.31%. Generell gilt bei EBIT-Margen „je höher, desto besser“. Wenn wir aber einen Wert über 100% haben, sollte Vorsicht geboten sein. Ein großes Dankeschön geht hier an Pascal und Mario (siehe Kommentare), die mich auf diesen Umstand hingewiesen haben. Was bedeutet das aber nun konkret? Tatsächlich fasst die DRAG den EBIT folgendermaßen zusammen:

„EBIT ist definiert als Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen zzgl. andere aktivierte Eigenleistungen zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Materialaufwand abzgl. Personalaufwand abzgl. Abschreibungen abzgl. sonstige betriebliche Aufwendungen abzgl. Sonstige Steuern zzgl. Erträge aus Beteiligungen.“

Wie weiter oben beschrieben kam es zu Neuschätzungen der Bestände mit positivem Ausgang. Zuerst dachte ich, dass dies die EBIT-Marge hochgedrückt hat. Die Bestandsveränderungen waren aber nur marginal. Mario hat darauf hingewiesen, dass dies an den sonstigen betrieblichen Erträgen liegt und zitiert in den Kommentaren dafür aus dem Geschäftsbericht:

„Die Position umfasst im Wesentlichen Erträge aus Währungsgewinnen, die auf Ebene der Deutsche Rohstoff AG angefallen sind.“

Was bedeutet das konkret? Es bedeutet, dass sowohl der KGV als auch die EBIT-Marge und sonstige auf dem Gewinn aufbauende Kennzahlen verfälscht werden! Obwohl rein operativ kein Wert hinzugefügt wurde und der Gewinn nicht durch Einnahmen höher ausfällt, ist der Gewinn gestiegen.

Wenn wir uns nun den Cashflow aus dem Jahresbericht anschauen, so erkennen wir einen negativen Wert. Die DRAG hat also effektiv Geld verloren. Tatsächlich war der Cashflow aus operativen Tätigkeiten aber mit einem positiven Wert berechnet. Der große Unterschied zum Vorjahr ist nun, dass der Cashflow der Investitionstätigkeiten stark negativ ausfällt und den gesamten freien Cashflow runterzieht ins Negative. Hier sieht man, was ich weiter oben schon erwähnt: Die DRAG investiert massiv, weil der Rohstoffmarkt am Boden liegt. Das sollte sich auszahlen, sobald sich dieser Markt wieder erholt. Und das ist der das größte Argument für die DRAG.

Durch derart massive Ausgaben und gleichzeitig niedrigem Kurs hat die DRAG einen KBV von fast 1 (liegt laut Ariva bei 1,27 für 2015, aber seitdem wurden noch mehr Investitionen getätigt). Die DRAG hat die Flächen zur Förderung sehr günstig bekommen und hat damit einen negativen Cashflow aufgebaut nur um dann in der Zukunft bei steigenden Ölpreisen noch mehr zu erwirtschaften.

Der aktuelle KGV liegt bei 15.97, was gut ist. Wir haben aber gesehen, dass dieser Wert an sich nicht ausreicht. Wenn man den gleitenden KGV über 5 Jahre nimmt (letzten drei Jahre, Schätzung aktuelles Jahr, Schätzung nächstes Jahr), so kommt man auf unter 7.Gerade dieser gleitende KGV bügelt solche Ausreißer wie im letzten Jahr aus. Der niedrige Wert kommt aber natürlich durch die hohen EPS-Schätzungen zustande. Man hat einen geschätzten Gewinnwachstum von diesem auf das nächste Jahr von über 300%, allerdings bewegt sich der Kurs nur marginal…

Die Aktie hat positiv auf die Quartalszahlen reagiert, was meist ein guter Indikator für eine positive Entwicklung und Überrenditen ist. Die Schätzung der Gewinne hat sich über die letzten Monate positiv entwickelt, das heißt, dass Analysten ihre Schätzung mehrmals nach oben korrigiert haben.

Bei den Kursentwicklungen haben wir im Vergleich Aktueller Kurs, Kurs vor 6 Monaten und Kurs vor 12 Monaten stets eine Weiterentwicklung, was ebenfalls einen langfristigen Trend aufzeigt. Ich gebe eigentlich nichts auf derartige Kursüberlegungen, allerdings ist das für eine Charttechniker hier ja auch interessant.

Management

Das Management der DRAG besteht aus erfahrenen Branchenkennern, die mit Tekton Energy schon in den letzten Jahren erfolgreich waren und den Weg nun weitergehen. Dabei steckt sich das Management hohe Ziele. Es will die DRAG zu einer Marktkapitalisierung von 150 bis 200 Mio. Euro bringen, was ich für überaus realistisch halte.

Der Vorstand hielt Ende Juni 2016 9,9 % aller Aktien. Ich liebe Unternehmen, bei denen das Management selbst eine große Portion der Aktienbestände hält. Hier hat das Management Vertrauen in das Unternehmen und Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.

Tatsächlich ist es das selbstgesteckte Ziel des Managements eine attraktive Aktienkursentwicklung zu verwirklichen. Das wird nicht umsonst auch in den Quartals- und Geschäftsberichten immer wieder betont.

Ganz nebenbei möchte die DRAG weiterhin Dividenden ausschütten un diese sogar noch steigern. Ich bin eigentlich kein großer Fan von Dividenden und mag es eher, wenn die Unternehmen die Gewinne einbehalten und reinvestieren. Gerade bei Small Caps kann auf diese Weise ein unglaublich starkes Wachstum erzeugt werden. Allerdings ist das Vorhandensein einer Dividende für mich kein Ausschlusskriterium.

Sonstiges

Schon im Geschäftsbericht aus 2015 spricht die DRAG davon, wie wichtig der Wechselkurs Euro zu US-Dollar für sie ist. Aus dem Geschäftsbericht:

„Alle wichtigen Rohstoffe werden in US-Dollar abgerechnet. Ein stärkerer US-Dollar, d. h. ein steigender Wechselkurs führt dazu, dass Rohstoffe außerhalb der USA teurer werden.“

Mit anderen Worten profitiert die DRAG von einem starken Dollar. Wer sich das aktuelle Verhältnis von Dollar zu Euro anschaut, der wird erstaunt erkennen, dass der Dollar so stark ist wie seit 2002 nicht mehr: 1 US-Dollar = 0,95 Euro!

Ich habe die Aktie am 02.11.2016 gekauft, die Aktie wenig später im Wallstreet-Online Forum empfohlen und nun nach dem Start des Blogs auch einen Bericht hier geschrieben. Nachdem ich die Aktie gekauft habe, steigerte sie bereits ihren Wert, allerdings erst marginal.

Ich habe diese Aktie aber nicht für kurzfristige Gewinne gekauft, sondern um langfristig indirekt am Rohstoffmarkt beteiligt zu sein.

Ob das aber so klappen wird, ist sehr ungewiss. Das gebe ich zu. Die DRAG hat es in der Vergangenheit nicht geschafft dauerhaft Gewinne zu erzielen. Sie lebte bisher von guten und zum Teil glücklichen Entscheidungen des Managements. Ich gebe dem Management aber die Chance nun bei steigenden Ölpreisen auch zu beweisen, dass man dauerhaft Gewinne erzielen kann.

Am 30.11.2016 hat die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) zum ersten mal seit 2008 eine  Deckelung der Ölförderung beschlossen. Das hat zu einem massiven Kursanstieg bei den Ölsorten und damit indirekt auch bei der Deutschen Rohstoff AG geführt: etwa 20% in einem Monat. Vielleicht hatte ich nur Glück, vielleicht ein gutes Händchen. Das musst du als Leser beurteilen. Letztlich ist das nicht wichtig, weil die DRAG so oder so starke Gewinne erzielen wird.

Fazit

Die großen Gesellschaften der DRAG haben während der Baisse auf dem Rohstoffmarkt massiv investiert und sich auf den folgenden Anstieg vorbereitet. Das zahlt sich aus. Mit oder ohne OPEC-Entscheidung. Das ist in erster Linie der Verdienst eines sehr guten Managements.

Die DRAG hat sich schon bei einem überhitzten Rohstoffmarkt entwickeln können und erwirtschaftet bereits bei einem Ölpreis von 40$ einen hervorragenden Gewinn. Nun liegt der Ölpreis bereits bei über 50$, was für das kommende Jahr enorme Gewinne bedeutet, die reinvestiert werden können.

Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist verständlich und die DRAG hat ein gutes Management, allerdings existiert auf dem Rohstoffmarkt kein Wettbewerbsvorteil (Burggraben à la Warren Buffett und Charles Munger). Sollte der Rohstoffmarkt, insbesondere der Ölmarkt, kollabieren, würde das direkte Auswirkungen auf die DRAG haben. Als Anleger sollte man das im Auge behalten.

Nichtsdestotrotz ist die DRAG eine der unterbewertetsten Nebenwerte Deutschlands und für mich daher ein Pflichtkauf. Das Risiko ist bei so vielen positiven Faktoren minimal und man hat mit der BASF einen langfristig investierten, starken Partner an der Seite (6% Beteiligung).

Ich übernehme keine Verantwortung für Verluste, die durch in meinen Artikeln genannten Aktien entstanden sind. Die Infos und Abbildungen bei diesem Beitrag stammen aus den Quartals- und Geschäftsberichten sowie von der Webseite des Unternehmens. Neben den offensichtlichen Fakten aus den Geschäftsberichten entspricht ein Großteil der hier dargestellten Sachverhalte meiner persönlichen Meinung! Für eine abschließende Beurteilung empfehle ich die Durchsicht der Geschäftsberichte und eine Beratung bei einem institutionellen professionellen Anlageberater.


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